{"id":228,"date":"2022-06-11T12:24:37","date_gmt":"2022-06-11T10:24:37","guid":{"rendered":"https:\/\/doerings.info\/?page_id=228"},"modified":"2026-03-14T11:59:07","modified_gmt":"2026-03-14T10:59:07","slug":"buecher","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/doerings.info\/?page_id=228","title":{"rendered":"B\u00fccher"},"content":{"rendered":"\n<p>Meine beiden Gro\u00dfv\u00e4ter geh\u00f6rten zu den vielen M\u00e4nnern die im und nach dem zweiten Weltkrieg in Gefangenschaft mussten. Ihrer beider Situation bzw. die der Frauen und Kinder zuhause beschreiben die beiden hier vorgestellten B\u00fccher sehr eindrucksvoll.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">H\u00e4tten wir doch Fl\u00fcgel<\/h2>\n\n\n\n<p>Mein v\u00e4terlicher Gro\u00dfvater Werner D\u00f6ring geriet am 25.04.1945 in franz\u00f6sische Gefangenschaft. Interniert war er im &#8218;Camp des Sabl\u00e9s&#8216; in der N\u00e4he von Toulouse (Frankreich), von wo er im Oktober 1947 die Heimreise zu seiner Frau Martha und den beiden S\u00f6hnen nach Berlin antreten durfte.<br>W\u00e4hrend dieser Zeit in Gefangenschaft entstand ein Briefwechsel zwischen ihm und meiner Gro\u00dfmutter. Im Wissen, dass diese Briefe von fremden Zensoren gelesen wurden, verstecken Martha und Werner viel zwischen den Zeilen und geben auch einen Blick auf die damalige Situation frei.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile is-style-default\" style=\"grid-template-columns:auto 22%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p class=\"has-text-align-left\">Im Juli 1945 kehrt Martha D\u00f6ring nach einem sechsw\u00f6chigen Fu\u00dfmarsch mit ihren zwei kleinen Kindern aus der Evakuierung ins zerst\u00f6rte Berlin zur\u00fcck. Ihre Wohnung in Berlin-Lichtenberg findet sie ausgebombt vor. Gemeinsam mit ihrer Freundin bringt sie sich und die Kinder in den kommenden Jahren recht und schlecht \u00fcber die Runden.<br>Ihr Ehemann Werner D\u00f6ring ger\u00e4t kurz vor Kriegsende in franz\u00f6sische Gefangenschaft. Weil es noch keinen regelm\u00e4\u00dfigen Postverkehr gibt, und weil sie zun\u00e4chst voneinander nicht wissen, ob und wo der jeweils andere lebt, entsteht schleppend zwischen Toulouse und Berlin auf amtlichen Formularen ein Briefwechsel. Am Ende umfasst er 280 Briefe.<\/p>\n\n\n\n<p>Martha und Werner D\u00f6ring wussten, dass ihre Briefe von fremden Menschen gelesen und zensiert werden. Zwischen den Worten versteckten sie Familiengeheimnisse, die selbst nach Werners gl\u00fccklicher Heimkehr im Oktober 1947 bewahrt bleiben. Der franz\u00f6sische Zensor l\u00e4sst die von Werner beigelegten Gedichte, kalligraphischen Miniaturen und die liebevollen Zeichnungen f\u00fcr seine Kinder passieren, mit denen Werner seiner Frau Mitteilungen sendet, die im Klartext wohl von der Zensur gestrichen worden w\u00e4ren.<br>Die hier vorliegende Brief-Auswahl l\u00e4sst die Lebenssituation im Nachkriegs-Berlin erkennen. Sie zeigt aber auch, wie isoliert die Gefangenen in Frankreich von den Informationen \u00fcber die Zust\u00e4nde in Deutschland waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch erhalten Sie in jeder Buchhandlung (ISBN 3-933336-86-4) oder im Online-Handel, z.B. bei <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/H\u00e4tten-wir-doch-Fl\u00fcgel-Zeitzeugen\/dp\/3933336864\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.amazon.de\/H\u00e4tten-wir-doch-Fl\u00fcgel-Zeitzeugen\/dp\/3933336864\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Amazon<\/a><\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"189\" height=\"300\" src=\"https:\/\/doerings.info\/wprs\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Fluegel-189x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-230 size-medium\" srcset=\"https:\/\/doerings.info\/wprs\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Fluegel-189x300.jpg 189w, https:\/\/doerings.info\/wprs\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Fluegel.jpg 277w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/figure><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading has-text-align-center\">Der Tod geht durch die Taiga<\/h2>\n\n\n\n<p>Mein m\u00fctterlicher Gro\u00dfvater Eduard Kriesch wurde am 07.05.1945 in Russland gefangen genommen und im Kriegsgefangenenlager 7234 in Kuibyschew, heute Samara, an der Wolga inhaftiert. Dort musste er wie viele andere mit ihm in Aussenlagern fast 4 Jahre lang t\u00e4glich bis zur Ersch\u00f6pfung Holz schlagen. Ab Februar 1949 kamen seine die Briefe, die auch hier in gro\u00dfer Anzahl noch existieren, aus dem Lager 7401\/8 bzw ..\/24.<br>Am 29.11.1949 konnte Eduard nach Hause zu seiner Frau C\u00e4cilia und den 3 Kindern nach Berlin-Marienfelde.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<div class=\"wp-block-media-text alignfull is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:22% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"213\" height=\"300\" src=\"https:\/\/doerings.info\/wprs\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Taiga-1-213x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-234 size-medium\" srcset=\"https:\/\/doerings.info\/wprs\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Taiga-1-213x300.jpg 213w, https:\/\/doerings.info\/wprs\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Taiga-1.jpg 313w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Von einem Mitgefangenen wurde unter dem Pseudonym &#8218;Johannes Curth&#8216; 1953 im Verlag Bernard &amp; Graefe ein Buch ver\u00f6ffentlich, welches die gemeinsame Zeit und die widrigen Umst\u00e4nde im Lager eindr\u00fccklich beschreibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Buch ist inzwischen leider jedoch nur noch in Antiquariaten zu bekommen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine beiden Gro\u00dfv\u00e4ter geh\u00f6rten zu den vielen M\u00e4nnern die im und nach dem zweiten Weltkrieg in Gefangenschaft mussten. 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